Soirée bière

Compte-rendu soirée dégustation bière le 8 mai 2014

André Fricker n’a pas eu tord de penser à faire une dégustation de bière.

Même ceux qui ne sont pas très buveurs de bière ont apprécié la soirée conférencière de monsieur Spoerecke de « Rheinhessen Bräu ».

En compagnie de son fils, Mr. Spoerecke a commencé par présenter la brasserie située à Mainz-Ebersheim. Christian et Peter KARL ont fondé la brasserie en 2007, mais le site familial existe depuis 1820.

Nous avons commencé par une « Lager » pour accompagner l’entrée d’un menu gourmet accordé à la bière. La 1ère d’une série de 6 bières, succédée d’une bière foncée pour le plat principal, cochon de lait, d’une « Rotkelchen » pour le dessert, « Weizen », « Maibock », et pour finir « Braufaktum », une bière aromatisée.

En 2010 les frères KARL ont engagé un brasseur et depuis ils brassent de l’orge et du froment pour faire de la bière claire et foncée, non filtrée et sans matière de conservation, mais avec de la levure, de l’albumine et des matières minérales.

Ce n’est pas sans raison que Plutarque a dit : sous toutes les boissons, la bière est la plus utile, sous les médicaments la plus savoureuse et sous les aliments la plus agréable.

Chaque année, il y a une journée consacrée à la bière et ca vaut la peine de faire une sortie à Mainz-Ebersheim faire une visite guidée de la brasserie et de se rafraichir avec une bonne bière.

Chantal Reiss-Bacchi

Rheinhessen-Bräu die kleinste Privatbrauerei der Region.

14 „wackere Elsässer“ haben einen lehrreichen und interessanten Bier-Seminarabend mit leckerem Essen bei Pascal genossen. Die anderen Mitglieder und „Freunde des Elsass“ haben etwas Schönes versäumt und bereuen vielleicht nicht dabei gewesen zu sein.

Zwei freie Mitarbeiter der Brauerei haben uns mit vielen Details, verpackt in einem launigen Vortrag u. bereichert durch Bierproben sechs verschiedener Sorten, zum und während des Essens Wissenswertes vermittelt und bestens unterhalten.

Diese „kleinste Brauerei“ existiert seit 2007, hat nur 2 Festangestellte, den Braumeister und Bürokraft. Gebraut werden z.Zt. 4000 L Bier pro Woche, überwiegend in Handarbeit in hauptsächlich 3 Sorten – Lager-Hell, Dunkel, Weizen und saisonale Spezialitäten, wie Mai- u. Weihnachtsbockbier, interessanterweise in 1-Liter-Flaschen u. kleinen Fassgebinden.

Der Braumeister produziert die Biere unter strikter Beachtung des deutschen Reinheitsgebots, das aus dem Jahre 1516 stammt und für deutsche Biere unverfälscht gültig ist---nämlich—Bier enthält Wasser, Gerste(Malz) und Hopfen! Man bezieht das bereits fertige Gerstenmalz von einer großen Mälzerei in 2 Sorten, das sog. Pilsner-Malz für helle Biere und Münchner Malz für Dunkelbier. Der Brauvorgang besteht im Wesentlichen aus 3 Prozessen

1. Das Malz wird aufgebrochen, dabei wandelt sich die enthaltene Stärke in Zucker u. Alkohol um.
2. Im Läuterbottich trennt sich dann die vorhandene Flüssigkeit durch das abgelagerte Malzschrot, ähnlich einem Kaffeefilter, und wird zur Stammwürze, deren Maßeinheit Plato genannt wird, vergleichbar dem Oechsle-Maß bei Wein. Dieser Wert ist auch die Basis für die Biersteuer. Die festen Restbestandteile dieses Vorgangs, die Maische, ist ein begehrtes Futter- u. Düngemittel für die Landwirtschaft.
3. In der Würzpfanne wird nun der dritte wichtige Bestandteil hinzugesetzt –der Hopfen, der die notwendigen u. gewünschten Bitterstoffe dem Bier verleiht. Jeder Braumeister hütet natürlich SEIN Würz-Rezept als Geheimnis. Man verwendet nur besten Hopfen aus der Holledau (Bayern), welches das größte geschlossene Hopfenanbaugebiet der Welt ist. Danach durchläuft dieses „Jungbier“ eine Art Whirlpool, kommt über den Würzkühler und Gärtank zum Lagertank, wo es noch wichtige Kohlensäure bildet und letztlich nach einer Filterung zur Abfüllanlage und zum Kunden.

Der Moderator erzählte uns noch einige Highlights, u.A.:

-„Weizen“ oder in Bayern „ Weißbier“ genannt wird nicht zu 100% aus Weizenmalz gebraut. Der Weizen hat zu wenig Stärke, deshalb wird ca.50% Gerstenmalz zum Weißbier zugefügt.
- „Obergäriges“ Bier --- gärt bei bis zu 20° C u. hat dadurch mehr Hefepartikel, wogegen „Untergäriges“ bei nur 9° gärt. Letzteres wird überwiegend in Süddeutschland gebraut.
- Woher stammt die Sitte nach dem Anstoßen des Bierglases, dieses noch einmal auf dem Tisch abzusetzen? Weil die Bayern in ihrer „quasi-Abneigung“ gegen die Preußen immer behaupten wollten – noch nie mit einem Preußen angestoßen zu haben.

- Woher kommt der Begriff „Zapfenstreich“ ?

In Berlin gab es eine sehr strenge Schankordnung, die verfügte, dass nach 21Uhr kein Bier mehr ausgeschenkt werden darf. Um dies zu überwachen marschierten Trommler durch die Kneipen und brachten auf dem Zapfhahn einen Kreidestrich als „Stopp-Markierung“ an, das war der „Zapfenstrich“.
- Eine ehemalige legendäre Qualitätsprüfung für Bier bestand darin, dass Männer mit Lederhosen bekleidet, sich 3 Stunden lang auf eine mit Bier genässte Holzbank zu setzen hatten --- und --- wenn beim Aufstehen die Lederhose an der Bank kleben blieb, dann war das Bier erste Qualität!

Die Zeit verging wie im Flug, die verkosteten Biere schmeckten sehr gut, wobei die eine oder andere Spezialität bei einigen von uns weniger Zuspruch fand.

So weit zum Bier --- und nun blicken wir nach vorn ---am 12. Juni gibt es Sekt bei Henkell in Wiesbaden und lecker Essen im Chez Mamie. Versäumt den „Stammtisch“ nicht wieder.

Horst Rupp